E=MC2-R
oder das eigene Geschenk auspacken

von Beatrix Stoermer
Makia oder Energie folgt der Aufmerksamkeit wird das dritte Prinzip der Huna-Lehre aus Hawaii genannt. Es ist das alte und wohlbekannte Bild von dem Glas Wasser, das halb voll oder halb leer ist. Und genauso erleben wir es dann auch. Denken wir das Glas ist halb voll, fühlen wir uns gut: es ist etwas da, das unseren Durst stillt. Denken wir das Glas ist halb leer, empfinden wir einen Mangel und fühlen uns schlecht.
Wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken, das wird mehr und zwar in jede Richtung, ob nun positiv oder negativ, da macht das Leben keinen Unterschied.
Dieses Prinzip ist wichtig zu verstehen, da wir damit unser Leben gestalten. Tatsächlich können wir uns aussuchen, wie wir über eine Sache denken wollen. Wir können uns entscheiden und so oder anders
über etwas denken. Denken wir zum Beispiel über Geld (Energie): »Es ist nie genug Geld da, es ist immer zu wenig«, so sorgen wir dafür, dass es so ist. Schauen wir ständig auf das Minus auf unseren
Konten, so wird dieses Minus mehr und wir fühlen uns schlecht, weil wir uns nichts leisten können und uns Sorgen machen.
Diese Haltung ist sehr weit verbreitet. Sehr viele Menschen machen sich ständig Sorgen. Robert Betz nennt das in einem Vortrag über Mütter sehr treffend »geistige Umweltverschmutzung«. Wenn wir uns
Sorgen machen, lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf eine mögliche Gefahr und geben diesem Gedankenbild unsere Energie. Wir laden das Bild dann auch noch mit unseren Gefühlen auf, in diesem Fall
mit unangenehmen Gefühlen von Angst, Unsicherheit, Misstrauen.
Was dann passiert, ist sehr häufig, dass das befürchtete Ereignis eintritt und wir bestätigen uns selbst unsere negativen Überzeugungen als Wahrheit! Wie oft habe ich auf dem Spielplatz die Mütter zu
ihren weinenden Kindern sagen hören: »Siehst du, das habe ich dir doch gesagt!«, nachdem sie zuvor ständig gemahnt hatten: »Pass auf, gleich tust du dir weh!«. Dabei waren die Kinder einfach nur
Erwartungen ihrer Mütter gefolgt und taten ihnen den Gefallen.
Dass es einen Zusammenhang zwischen unseren Gedanken und Ereignissen in unseren Leben gibt, ist inzwischen recht bekannt. Wie stark jedoch der Einfluss auf das eigene Leben durch die Gedanken ist,
die wir den lieben, langen Tag oft unbeachtet (unbewusst) denken, scheint für viele Menschen noch ein Geheimnis.
Da wird ständig schlecht über Kollegen, Nachbarn oder Familienmitglieder gedacht und geredet, doch nur wenige fragen sich, warum sie sich so schlecht fühlen. Tatsächlich machen wir in uns keinen
Unterschied zwischen außen und innen. Unser Körper (dort drücken sich Gefühle aus) tut, was ihm gesagt wird – reden oder denken wir Schlechtes, fühlen wir uns schlecht. »Wir fühlen uns nicht
schlecht, wir denken uns schlecht!« bringt es Robert Betz in dem empfehlenswerten Vortrag zum Buch „Raus aus den alten Schuhen“ auf den Punkt. Unsere Körper reagieren sehr fein auf jede Regung
unserer Gehirne. Als einfache Übung denken wir mal ganz bewusst nur Gutes, erinnern uns an schöne Momente unseres Lebens, denken an glückliche Erlebnisse, an einen tollen Film oder ein Buch, das uns
gefallen hat. Machen wir das ein oder zwei Minuten, fühlen wir uns sofort besser. Die Atmung wird tiefer, wir entspannen uns. Und uns fallen gleich auch noch andere erfreuliche Dinge ein, die wir
längst vergessen hatten. Genauso andersherum. Denken wir nur eine Minute an unangenehme Dinge: Steuererklärung, Putzen, das Minus auf dem Konto..., fühlen wir uns schlechter. Das geht ganz schnell.
Und auch diesmal fallen einem andere unangenehme oder peinliche Momente ein. Jeder, der mit Ängsten oder Depressionenzu tun hat, kennt das: es scheint, als ob es nie auch nur einen guten Moment
gegeben hätte. Das liegt einfach daran, dass unser Gehirn assoziativ arbeitet und Beziehungen herstellt. Und es geht noch weiter. In dem Film „What the Bleep do we (k)now!?“ wird gezeigt, dass bis in
die Zellen hinein die Ausrichtung des Denkens eine Wirkung zeigt: das Erleben von positiven Gefühlen wird schwieriger herzustellen, wenn wir oft negativ empfinden(denken), da die dafür notwendigen
Verbindungen im Körper abgebaut werden. Das ist wie bei Muskeln, die wir nicht gebrauchen, sie bilden sich zurück und scheinen ganz verschwunden, wenn wir mal wieder Sport machen.
Glück kann man trainieren, etwa in dem kostenlosen Online-Spiel „Glück-kommt-selten-allein.de“ von Eckard von Hirschhausen. Er hat die Erkenntnisse aus der neuen Gehirnforschung, modernen Psychologie
und den Lebensprinzipien wie der Huna-Lehre genommen und erkannt, dass Glück kein Zufall ist, sondern das Ergebnis von Gedanken und Entscheidungen, ob nun bewusst oder unbewusst. Treffen wir bewusst
die Entscheidung unsere Gedanken und Handlungen auf Gutes, Sinnvolles, Dinge, die uns freuen, zu richten, haben wir mehr davon in unseren Leben und haben ein schöneres Leben.
Aufmerksamkeit folgt der Energie, heißt es weiter im 3. Prinzip. Da wo viel Energie ist, dahin wandert unsere Aufmerksamkeit. Es ist so gut wie unmöglich an einem Jahrmarkt vorbeizufahren ohne auch
nur einen Blick auf all die blinkenden, bewegten Lichter zu werfen und nicht den Kopf nach der Musik oder den Geräuschen zu drehen. Auch Menschen mit einer charismatischen Ausstrahlung ziehen unsere
Aufmerksamkeit auf sich – und unsere Energie folgt.
Alles ist Energie heißt der nächste Folgesatz. Inzwischen kann das auch die Wissenschaft bestätigen: es gibt keine wirklich feste Materie, denn in jedem Atom bewegen sich noch kleinere Teilchen, die
Elektronen, Protonen und Neutronen. So erscheinen Dinge zwar solide, sind aber eigentlich nur bewegte Teilchen, je nach Substanz mehr oder weniger schnell schwingend. Energie ist in der
physikalischen Definition die Eigenschaft, Arbeit zu verrichten, also etwas zu bewegen.
Das einfachste Bild für Energie ist die Welle: sie ist Teil des Meeres, doch ohne den Wind ist sie einfach wieder Wasser. Eine Welle ist kein Gegenstand – man kann sie nicht mit nach Hause nehmen –
genauso wenig wie Energie. Was daraus folgt, ist wichtig
zu verstehen: niemand kann uns Energie geben oder nehmen! Das mag jetzt ernüchternd sein, doch ist es wahr, da Energie kein Gegenstand ist, sondern eine Bewegung, die einen Einfluss auf etwas
hat.
Wenn wir Energiearbeit machen, bekommen wir von der Therapeutin keine Energie, sondern unsereeigene Energie wird angeregt, die Schwingung verändert sich, es bewegt sich wieder etwas mehr in uns. Und
wenn uns jemand ermüdet, dann nicht weil der uns Energie »raubt«, ein »Energie-Vampir« ist, sondern weil wir einen Widerstand gegen diesen Menschen haben und dieser Widerstand kostet uns Kraft, was
dann zur Ermüdung führt.
Was uns wirklich Energie raubt sind Gedanken wie »er/sie/es sollte anders sein«, weil sie gegen das Leben sind, ein Widerstand gegen das, was wirklich ist. Denken wir »er sollte freundlicher sein«
und er ist es nicht, dann sind wir im Konflikt mit der Wirklichkeit und das verursacht Stress. Wir bauen einen Widerstand auf und wie wir aus der Physik (und unseren Leben) wissen, hindert das die
Energie zu fließen.
Ein anderer bedeutender Aspekt, der uns hindert genügend Energie zu haben, ist die Angewohnheit sich ständig um die Angelegenheit anderer Leute zu kümmern. Das macht Katie Byron sehr schön in ihrem
Buch The Work deutlich. So fragt sie: »Wessen Angelegenheit ist es, was jemand anderes tut oder wie jemand anderes ist?« Wenn jemand unfreundlich ist, wessen Sache ist das? Unsere? Das worum wir uns
kümmern können ist, wie wir darüber denken, dass jemand ist, wie er ist. Erzeugt ein Gedanke in uns negative Gefühle wie Stress, Angst oder Wut, dann können wir sicher sein, dass dieser Gedanke nicht
wahr ist. Denken wir, dass wir mehr Geld haben sollten und wir haben es nicht, dann erzeugt dieser Gedanke Stress, den können wir im Körper spüren. Denken wir jedoch, wir sollten nicht mehr Geld
haben – so ist es in Wirklichkeit! – dann entspannen wir uns. Jetzt können wir uns um das kümmern, was uns wirklich am Herzen liegt. Anstatt uns ständig Sorgen zu machen, können wir unsere Energie
dafür einsetzen, das zu tun, was uns wirklich Freude macht. Folgen wir unserer Seligkeit, öffnen sich Türen, die wir vorher nicht einmal bemerkt hatten.
Energie ist grenzenlos vorhanden, ein Blick in den nächtlichen Sternenhimmel zeigt uns das. Hier gibt es nicht nur eine Sonne, die aus purer Energie besteht, sondern unendlich viele. Für unseren
begrenzten Verstand ist das jedoch nicht zu fassen. Wir sind mit dieser unendlichen Energie verbunden, ein Teil dieser unbegrenzten Energie. Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf das, was uns Kraft
gibt, uns glücklich macht, fühlen wir uns voller Energie.
E = mc2, die bekannte Formel von Albert Einstein, die das Verhältnis von Energie und Masse beschreibt, hat der hawaiianische Kapuna Serge Kahili King etwas erweitert, um aufzuzeigen, was uns hilft,
erfolgreich und glücklich zu sein: E = mc2 - r Effizienz
(Erfolg) ist Motivation mal Konzentration und Vertrauen minus Widerstand (resistance). Auf das Beispiel mit dem Minus auf dem Konto angewandt, hieße das, die Freude am Geld haben als Motivation zu
nutzen, auf jedes Plus (wie gering es auch sei) zu konzentrieren, Vertrauen zu haben, dass es mehr wird und den Widerstand (wie etwa Zweifel) aufzugeben.
Das funktioniert natürlich nur, wenn wir glauben, also die Überzeugung haben, dass wir das Plus auch verdient haben. Und wenn wir der Meinung sind, dass es gut ist, Geld zu haben. Ein Test hierzu:
Spreche laut oder singe zehn Minuten nach einer Melodie deiner Wahl: »Ich liebe Geld, Geld ist gut!« Falls es nicht gelingt oder unangenehme Gefühle auftauchen, erst die negative Überzeugung
auflösen, z. B. mit The Work von Byron Katie.
Als Menschen sind wir Schöpfer, wir kreieren unsere Wirklichkeit mit der Kraft unserer Gedanken, unserer Gefühle und Handlungen. Die Welt, in der wir leben, ist unsere Schöpfung. Und mit jedem
Gedanken und jeder Entscheidung (bewusst oder unbewusst) erschaffen wir unsere Realität. Die Qualität dieser Zeit ist, dass je bewusster wir als Menschheit werden, die Manifestationskraft sogar noch
zunimmt. Es ist heute sehr schnell möglich, Wünsche wahr werden zu lassen – in jede Richtung, positiv oder negativ! Je bewusster jemand ist, je besser sich jemand konzentrieren und Zweifel
ausschalten kann, umso schneller werden Gedanken zu Wirklichkeit.
Das bietet uns heute die große Chance für das Erschaffen einer besseren Welt, die wir uns lieber nicht entgehen lassen! Denn noch ist nicht klar, wohin wir als Menschheit gehen.
Das Bewusstsein der Erde wandelt sich und wir als menschliche und spirituelle Wesen sind ein Teil dieser Wandlung, wie Marko Pogacˇnik in seiner Arbeit deutlich macht. Es liegt mit in unseren Händen,
wohin die Reise geht. Die Erde braucht uns nicht, wir brauchen sie, denn für uns ist sie unser Zuhause und unsere Mutter.
Es gibt heute schon weltweit viele Menschen, die sich aktiv für Frieden, Miteinander und Heilung einsetzen.
Durch Vernetzungen, Medien und Internet können wir davon erfahren, Verbindungen knüpfen und uns in diesen Prozess mit unserer eigenen Energie einbringen. Wir lenken unsere Aufmerksamkeit und damit
unsere Energie auf das, was wir wollen, was wir uns wünschen und verstärken unsere Energie durch die Verbindung mit anderen.
Die Erfahrungen, die wir hier in menschlichen Körpern machen können, sind sehr besonders. Schauen wir uns Menschen an, die ihr volles Potential leben oder gelebt haben, die ihr Geschenk ausgepackt
haben, dann bekommen wir einen Eindruck davon, wie das eigentlich gemeint war mit dem Leben.
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